Polycarbonat ist der klassische Werkstoff für Schokoladenformen. Allerdings wird es aus Bisphenol A hergestellt, einem Stoff, der in Europa für Lebensmittelkontaktmaterialien inzwischen streng geregelt ist. Wer Pralinen, Tafeln oder Hohlfiguren herstellt, steht deshalb bei der nächsten Neuanschaffung vor der Frage: Wie wählt man eine Schokoladenform, die BPA frei ist, ohne Abstriche bei Qualität und Taktzahl? Heute gibt es zwei Alternativen. So finden Sie die passende für Ihre Produktion.
Warum betrifft Bisphenol A Schokoladenformen?
Bisphenol A (BPA) ist ein wichtiger Ausgangsstoff für die Herstellung von Polycarbonat. Die meisten klassischen Profi-Schokoladenformen bestehen genau aus diesem Kunststoff, weil er steif ist und der Schokolade Glanz verleiht.
In Europa regelt die Verordnung (EU) 2024/3190 vom 19. Dezember 2024 den Einsatz von Bisphenol A und anderen Bisphenolen in Materialien mit Lebensmittelkontakt. Details und Fristen erklären wir im Artikel Was ist Bisphenol A?
Wichtig: Es geht nicht um Ihre Schokolade, sondern um den Werkstoff der Form. Die Entscheidung fällt daher bei der Erneuerung Ihrer Formen.
Welche BPA-freien Alternativen zu Polycarbonat gibt es?
Heute gibt es zwei Arten von Formen, mit denen Sie Schokolade ohne Bisphenol A verarbeiten. Sie funktionieren unterschiedlich, deshalb hängt die richtige Wahl vor allem von Ihren Produkten ab.
Alternative 1
Die feste Form aus BPA-freiem Copolyester
Sie folgt dem Prinzip der Polycarbonatform: feste Schale, glänzende Schokolade, gleiche Handgriffe beim Gießen und Entformen. Ideal, wenn Ihr Team auf Polycarbonat eingespielt ist.
Alternative 2
Die Form aus lebensmittelechtem Silikon
Sie ist flexibel und lässt sich durch einfachen Druck entformen, ohne Klopfen. Sie verträgt große Temperaturunterschiede und eignet sich für Maßanfertigungen. Beide Ansätze vergleichen wir im Artikel Schokoladenform aus Polycarbonat oder Silikon.
Wie wählt man zwischen fester Form und Silikonform?
In der Praxis helfen drei Fragen bei der Entscheidung.
| Ihre Situation | Feste Form, BPA frei | Silikonform |
|---|---|---|
| Sie möchten Ihre Abläufe beibehalten | Ja, gleiche Logik wie Polycarbonat | Anderes Entformen, durch Druck |
| Sie arbeiten mit Gießen, Kühlen und Tiefkühlen | Siehe Datenblatt des Herstellers | Ja, -40 °C bis +280 °C (Maé-Silikon) |
| Sie brauchen eine eigene Form | Formenkatalog des Herstellers | Ja, Maßanfertigung möglich |
Welche Unterlagen sollten Sie beim Formenlieferanten anfordern?
Unabhängig vom Werkstoff sollten Sie immer Nachweise für die Lebensmitteltauglichkeit verlangen. Drei Punkte reichen für eine erste Auswahl:
- Die Konformität mit der Verordnung (EG) Nr. 1935/2004, dem allgemeinen Rahmen für Lebensmittelkontaktmaterialien.
- Die Ergebnisse der Migrationstests nach den Normen des Zielmarkts (CE, LFGB, FDA).
- Die Zusammensetzung des Werkstoffs mit dem ausdrücklichen Hinweis „BPA frei“.
Mehr dazu in unseren Artikeln zu Hygiene und HACCP-Konformität von Anlagen und zu Silikon in Lebensmittelqualität.
Sie erneuern Ihre Schokoladenformen?
Welche Maé-Formen eignen sich für BPA-freie Schokolade?
Unsere Silmaé-Formen werden in Frankreich aus lebensmittelechtem Silikon hergestellt.
BPA frei
Silikon ohne BPA, ohne BPS und ohne Phthalate formuliert.
Geprüft
Migrationstests nach FDA, LFGB und CE.
-40 °C bis +280 °C
Vom Gießen bis zum Tiefkühlen.
Hergestellt in Frankreich
Geeignet für automatisierte Linien.
Häufige Fragen
Testen Sie eine BPA-freie Form in Ihrer Produktion
Nennen Sie uns Ihre Produkte und Mengen: Wir schlagen Ihnen die passende Form und ein Muster vor.